Informationen zur Geschichte

Am Anfang war ein Frauenraub

Vor fast genau 1000 Jahren, im November des Jahres 1014, trat Burg Beichlingen in das Licht der Geschichte, nicht in einer Urkunde, dafür aber im Zusammenhang mit der Schilderung einer letztlich misslungenen Entführung der damaligen Burgherrin Reinhilde. Der Bischof Thietmar von Merseburg berichtet darüber in seiner Chronik.

Auf einem Wandbild, das im Schlossrestaurant zu betrachten ist, hat der Maler Christoph Hogdson im Jahr 2004 den Augenblick der Entführung der Reinhilde dargestellt.

  • Friedrich I. begründet um 1140 das Geschlecht der Grafen von Beichlingen. Die Grafen von Beichlingen stehen im 12./ 13. Jahrhundert auf dem Höhepunkt ihrer Macht und gehören zu den bedeutendsten Herrengeschlechtern Thüringens.

  • Nach deren Machtverfall im 14./15. Jahrhundert kommt die Burganlage 1519 durch Verkauf an den Ritter Hans von Werthern (Wiehe).

  • Etwa von 1530 bis 1620 gestalten die Herren von Werthern die Burganlage schrittweise um zu einem Burgschloss im Stile der Spätrenaissance.

  • Das Schloss bleibt bis 1945 in ungestörtem Besitz der Herren und späteren Grafen von Werthern-Beichlingen als Stammsitz dieses Geschlechtes. Infolge der Enteignung der Grafen von Werthern-Beichlingen während der "Bodenreform" im Herbst 1945 und der Überführung des gräflichen Eigentums in Volkseigentum dient die Schlossanlage ab Frühjahr 1946 bis 1992 verschiedenen Ausbildungseinrichtungen als Heimstatt, von denen die Ingenieurschule für Veterinärmedizin (ISV) die bedeutendste war.

  • Im Juni 2001 ging die Schlossanlage aus Landesbesitz in Privatbesitz über.