Wir über uns - der Förderverein


Bis März 2012

Führungen: Sonntag 13:30 und 15:00 Uhr

oder nach Vereinbarung zu jeder anderen Zeit, Tel. 03635 403642

Förderverein ist erreichbar (Büro besetzt): Do und Fr von 10:30 – 15:30 Uhr

Unser Förderverein Schloss Beichlingen e.V. existiert seit 1991.
Er setzt sich vor allem dafür ein, die Schlossanlage und deren unmittelbares Umfeld
der Nachwelt zu erhalten, soweit dies möglich und sinnvoll ist. Ferner liegt uns daran, Einfluss auf eine sensible Nutzung der historisch wertvollen Schlossgebäude zu nehmen und aufgrund der günstigen räumlichen Möglichkeiten ein kulturelles Leben, das hohen Ansprüchen genügt, auf Schloss Beichlingen dauerhaft zu etablieren.    
Die Einbindung der Schlossanlage in die Konzepte der Gemeinde Beichlingen zur Entwicklung eines
sanften Tourismus wird auch von uns angestrebt.


 


In den vergangenen Jahren wurde bereits viel erreicht. Der Verein betreut jährlich tausende Besucher bei
Schlossführungen und organisiert dem Schloss angemessene Veranstaltungen. Bedeutende Finanzmittel für denkmalpflegerische Belange konnten bis 2001 nach Beichlingen gelenkt werden. Vor allem am Beispiel der Schlosskapelle ist zu sehen, dass diese Mittel sinnvoll eingesetzt wurden.

Auch wenn noch viel zu tun bleibt, Schloss Beichlingen zählt zu den schönsten und am besten erhaltenen Schlossanlagen in Thüringen.

Der Verein stellt zur Nutzung 3 Räumlichkeiten zur Verfügung:

  1. den prächtigen Rittersaal

  2. die Schlosskirche

  3. den Wappensaal/ ehemaligen legendären Studentenkeller
     




Im Juli 2011 beging der Förderverein sein 20jähriges Bestehen. Aus Anlass dessen wurde eine Festveranstaltung und eine thematische Ausstellung organisiert.

20 Jahre Förderverein Schloss Beichlingen e.V.


Ansprache des Vereinsvorsitzenden, Herrn Köther, am 9. Juli 2011 im Rittersaal:


Sehr geehrte Mitglieder des Fördervereins!

Verehrte ehemalige zeitweilige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Liebe Gäste!

Wir freuen uns, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind.

Gestatten Sie mir, ein herzliches „Willkommen!“

Besonders erfreut uns die Teilnahme

von Herrn Hartmut Kruse, Geschäftsführer Sparkassenstiftung

Sömmerda

von Herrn Lutz Bauer , Bürgermeister der Gemeinde Beichlingen

von Herrn Jürgen Holland-Nell, Vorsitzender des

Traditionsvereinsder Veterinäringenieure e.V.

von Frau Inge Lendeckel, Galeristin des Kunstturms Sömmerda


Wir begrüßen Sie herzlich!


Sehr verehrte Damen und Herren!

Man kann darüber philosophieren ob 20 Jahre einen langen oder einen kurzen Zeitraum umfassen.

Man kann fragen ob 20 Jahre schon jubiläumsträchtig sind.

Es gab Vereine die schon früher ihre Tätigkeit einstellen mussten und es gibt solche mit über hundertjähriger Tradition..

Wir entschieden uns dafür, die zwanzig Jahre Förderverein mit Rückschau und Ausblick auf die gemeinnützige Arbeit der Beteiligten, mit gebotener Bescheidenheit, zu würdigen. Dazu haben wir für heute eingeladen.


Wir dürfen feststellen:

Es gibt den Verein noch obwohl sich seit 1991 viel ereignet und verändert hat“.

Das auch durch die Mitwirkung des Vereins „gerettete“ Schloss ging 2001 aus staatlicher Hand in Privatbesitz über.

Gleichsam unterscheiden sich die ersten 10 Jahre Vereinsarbeit von der Zeit nach 2001.

Anfangs ging es um die Suche nach Nutzungsmöglichkeiten für das Schloss und die Erhaltung der historischen Bausubstanz. Der Freistaat als Eigentümer war zwar willig aber ohne Konzept.

Im zweiten Abschnitt bemühten wir uns vorrangig um die Präsentation des Schlosses und die Gewinnung von Schlossbesuchern.

Nach dem die Ingenieurschule für Veterinärmedizin ab Herbst 1992 nicht mehr existierte, die Verwaltungsfachhochschule mit der Ausbildung von Polizisten von 1994 bis 1997 nur ein Zwischenspiel gab und die Akademie 2000 ihre Tätigkeit einstellen musste, war viel Leben auf dem Schloss erloschen.

Dem Förderverein kamen Partner abhanden.

Groß war Anfangs das öffentliche Interesse an der Erhaltung derartiger kulturhistorisch interessanter Objekte.

Nicht nur die Bereitstellung von Fördermitteln für bausubstanzerhaltende Maßnahmen, sondern auch die großzügige Zuweisung von Mitarbeitern durch das Arbeitsamt gestatteten viele Aktivitäten.

Es wurde fleißig gearbeitet. Der Verein organisierte viele Veranstaltungen und es kamen Besucher zum Schloss.

-Die Ausstellung zum 20.Jahrestag erinnert an manchen Höhepunkt.

Die Vereinsmitglieder Jürgen Wittnebert und Dr. Kurt Weinrich waren Hauptakteure der baulichen Maßnahmen.

Mitarbeiter und Mitglieder betrieben dafür umfangreiche Nachforschungen und Bestandsaufnahmen.

Viele Akten birgt heute noch das Büro des Fördervereins. Mehrere davon bedürfen einer abschließenden Archivierung.

Der ersten Schlossführung am 20. Mai 1992 sind inzwischen unzählige gefolgt.

Es gelang damals, viele Mitglieder für den Förderverein zu gewinnen. Zeitweilig gehörten diesem über 80 Personen an. Leider schieden viele wieder aus. Auch fast alle Gründungsmitglieder haben aufgegeben.

Der Verein ist so zu sagen neu personifiziert.

Die Leistungen der Pioniere der ersten Stunden verdienen hohe Anerkennung.

Wir würdigen ihren Enthusiasmus und ihr Engagement.

Es gehörte eine große Portion Bereitschaft dazu, ein solches Projekt mit Leben zu erfüllen.

Als Vorsitzende haben Herr Paul G. Böing und Herr Hans Storch über Jahre ein oft schlingerndes Schiff gesteuert. Wenn Wellen von Ideen hochschlagen ist es nicht immer leicht, den Kurs zu halten.

Es waren Jahre der Entwicklung einer umfangreichen Präsenz des Fördervereins.

Mit der Privatisierung des Schlosses im Jahre 2001 gab es zwar keinen Umbruch aber doch einige Veränderungen.

Die staatliche und allgemeine Förderung von Investitionen in die Bausubstanz ist entfallen. Was seither geschehen ist, - Putz und Anstrich am Neuen Schloss, am Laubengang, der Brennerei - sind die handwerklichen Leistungen von Kurt Freitag, jetzt häufig unterstützt von Frank Femerling.

Meist sind beide allerdings mit Reparaturen ausgelastet.

Die Nutzung des Schlosses beschränkt sich, mit wenigen Ausnahmen, auf Hotel- und Restaurantbetrieb bzw. auf die Angebote des Fördervereins. Hörsaalkomplex, Mensa und Lehnshaus liegen brach.

Die Schlosseigentümer stellen dem Förderverein für seine Veranstaltungen, neben der Schlosskirche, den Rittersaal, den Studentenkeller, die Reitbahn und die Schlossterrasse zur Verfügung. Für unsere Verwaltungsarbeit kommen wir ebenfalls unter. Und das, ohne Miete zahlen zu müssen.

Es gehört allerdings zu unseren Aufgaben, die Räume für Veranstaltungen vorzubereiten und sauber zu halten. Auch zur Ausgestaltung trug und trägt der Förderverein bei.

Arbeits-Beschaffungs-Maßnahmen gibt es nicht mehr. Somit ist nicht mehr möglich, Personen mit einem geringen finanziellen Eigenanteil an der Vergütung zu beschäftigen. Dieser Umstand ist zum Problem geworden.

Von Dienstag bis Freitag (10.00 Uhr bis 15.30 Uhr) wird gegenwärtig das Büro des Fördervereins besetzt.

Führungen, Büroarbeit und Raumpflege und viele andere Arbeiten realisieren Frau Pia Bauer und Frau Elisabeth Wilke mit einem Zeitfonds von 20 Std. bzw. 6 Std. pro Woche. An den Wochenenden übernehmen häufig Herr Lothar Bechler und Frau Sigrid Edling die Führungen.

Alles hängt von der Erwirtschaftung der nötigen Einnahmen ab.

Die Mitgliedsbeiträge, Einnahmen aus Führungen, Erlöse aus dem Souvenirverkauf und kleinere Spenden müssen die mit reichlich 1.000 € monatlich nötigen Ausgaben absichern.

Da wiegt schwer, wenn uns die Sparkassenstiftung Sömmerda in diesem Jahr mit 1.000 € hilft. Das Material für unsere Ausstellung, nötige Ausgaben für den Film und das Konzert können damit finanziert werden.

Dankbar sind wir der Sparkassenstiftung auch für die Förderung der Veranstaltungen im Rahmen der Kulturwochen des Landkreises Sömmerda.

Wirkungsbereiche des Fördervereins sind heute:

  • Die Schlossführungen (3.000 bis 4.000 Personen im Jahr; es waren auch schon mehr)

  • Die Veranstaltungen ( 8 bis 10 jährlich) insgesamt sind es mehr als 260; darunter 132 Konzerte, 16 Chortreffen, 32 mal Theater für Kinder – leider müssen wir eine sinkende Besucherresonanz registrieren

  • Die Ausstellungen (4 bis 6 im Jahr und 3 Dauerausstellungen) insgesamt zählen wir bisher 51 Ausstellungen von meist werdenden Künstlerinnen und Künstlern, die das Angebot gern und manche wiederholt nutzen

  • Die wissenschaftliche Arbeit; zu den letzten Aktivitäten zählen der Wappensaal mit zugehöriger Dokumentation von Vereinsmitglied Hans Storch; die Ausstellung zur Ausbildung von Veterinäringenieuren mit Broschüre von Dr. Werner Ludewig, die Ahnengalerie, an der Lothar Bechler arbeitet.

Manchem Betrachter mag das heutige Tätigkeitsprogramm unseres Wirkens bescheiden erscheinen; es ist das gegenwärtig Machbare.


Wir müssen uns auf das Notwendige und Mögliche konzentrieren.

Dabei wird uneigennützige ehrenamtliche Arbeit von Vereinsmitgliedern immer mehr zu tragenden Säulen.

Hinter allen positiven Ergebnissen der Vereinsarbeit stehen Vereinsmitglieder.

Sei es durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Teilnahme an Veranstaltungen oder durch aktives Eingreifen in das Geschehen haben sie ihren anzuerkennenden Anteil.

Insbesondere denen, die regelmäßig Hand anlegen, darf ich im Namen des Vorstandes Dank und Anerkennung aussprechen.

Hervorzuheben sind besonders:

Herr Lothar Bechler

Tragende und treibende Kraft über viele Jahre. Er mobilisiert nicht nur als Ideengeber sondern schreitet jederzeit zur Tat.

Frau Pia Bauer

Ihrer Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit verdankt der Förderverein seine Präsenz. Umsichtig und gewissenhaft löst sie die vielseitigen Aufgaben vor Ort.

Vielen Dank!

Fazit:

Der Förderverein hat in den 20 Jahren seines Bestehens viel bewegt.

Wir können auf eine erfolgreiche gemeinnützige Tätigkeit verweisen.

In die Zukunft sollten wir optimistisch blicken.

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Im Jahre 2014 wird die Burg- und Schlossanlage 1000 Jahre alt. Die Zeit bis dahin bleibt arbeitsreich und spannend. Der Förderverein wird sich im Rahmen seiner Möglichkeiten in die Vorbereitungen dieses großen Jubiläums einbringen.

Sind Sie neugierig geworden auf viele interessante Aufgaben als „Burgherr“?

Dann werden Sie Mitglied im Förderverein!